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Kaisermeile und KaiserKarree

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Am Mittwoch, dem 17. Februar 2010, wurden im Evangelischen Gemeindezentrum Vohwinkel die Pläne für die Kaisermeile und das KaiserKarree präsentiert.

 

WTW - Bürgerinitiative WIR TUN WAS

Die Bürgerinitiative WTW - WIR TUN WAS hatte zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum geplanten Projekt an der Kaiserstraße und Lienhardstraße sowie Lienhardplatz eingeladen.

Der Investor Uwe Clees hatte die Einladung von WTW angenommen und das Projekt zur Bebauung der Kaiserstraße und Lienhardstraße am 17. Februar 2010 ab 19:00 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel an der Gräfrather Straße 15 den interessierten Vohwinkeler/innen vorgestellt. Auch der zweite Investor, Herr Dr. Dr. Claus Schulz von der Firma Kolk & Co. oHG, war anwesend.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Der große Saal im Evangelischen Gemeindezentrum Vohwinkel war sehr gut besucht.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Rund 300 Vohwinkeler/innen waren erschienen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Im Saal standen auch interessierte Vohwinkeler Bürger/innen, da die Anzahl der Stühle nicht ausreichte.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Sogar vom Gang aus verfolgten einige die Informationsveranstaltung.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Heiner Fragemann, Vohwinkeler Bezirksbürgermeister, erläuterte kurz die Zustimmung der Bezirksvertretung zu dem geplante Projekt. Er wies auch darauf hin, dass die Vohwinkeler Lokalpolitiker und Bürger/innen eine vernünftige Lösung für den entstehenden zusätzlichen Verkehr erwarten sowie eine gleichzeitige städtebauliche Lösung für die Randbebauung am Lienhardplatz.

 

Investor Clees stellte Projekt vor

Uwe Clees betonte seine Verbundenheit mit dem Stadtteil Vohwinkel. Bei den Fahrzeugwerken C. Blumhardt hatte er seinerzeit eine Lehre gemacht. Obwohl die Firma Clees mittlerweile auch bundesweit agiere, sei die Firma weiterhin ein Familienunternehmen, das stark regional geprägt ist. Dies wäre ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu internationalen Kapitalfonds, die nur an eine hohe Rendite bzw. Verzinsung des eingesetzten Kapitals denken würden.

Die Firma Clees hatte sich bereits in der Vergangenheit in Vohwinkel engagiert. Vielen sei das Großprojekt "Stationsgarten" und "akzenta" bekannt. Dieses Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs bzw. Güterbahnhofs Vohwinkel sei eine wertvolle Bereicherung für den Vohwinkeler Stadtkern. Der "Einkaufs-Magnet akzenta" locke nicht nur Vohwinkeler/innen in das Geschäft. Auf dem Parkplatz könne man viele Autos aus dem nahem Umland beobachten.

Die Nachbargemeinden und Nachbarstädte hätten sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Für Vohwinkel gelte es, in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben und sich der neuen Zeit anzupassen.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Investor Uwe Clees.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Investor Uwe Clees übergab das Mikrofon seinem Sohn Alexander Clees.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel

Dreh- und Angelpunkt des geplanten Projekts Kaisermeile in Wuppertal-Vohwinkel ist die Ansiedlung eines großen Ankermieters, der bereit ist, einen Mietvertrag für 15 oder 20 Jahre zu unterschreiben. Die Firma KAUFLAND wird in der ersten Etage des ehemaligen Gebhard-Gebäudes angesiedelt. Der Haupteingang zu diesem "Supermarkt" wird über die östliche Ecke des Gebäudes erfolgen, wo sich ehemals die Videothek befand. Auf der ersten Etage werden auch noch weitere Geschäfte angesiedelt. Die Arkaden zur Kaiserstraße sollen weiterhin als Geschäftslage genutzt werden.

Die Kaiserstraße Ecke Lienhardstraße erhält eine neue Bebauung mit einem neuen, zum Teil begrünten Platz, der als Entree zur Kaisermeile gestaltet wird.

Im Gebhard-Gebäude werden weiterhin Arztpraxen für eine wohnortnahe medizinische Versorgung der Vohwinkeler/innen zur Verfügung stehen.

Die Patienten und Patientinnen der Arztpraxen sowie die Einkäufer/innen in den Geschäfte werden in dem "Kaiser-Komplex" zu circa 3.800 Kunden führen, die zur Hälfte wahrscheinlich mit dem Auto anreisen werden.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Ein Architekt erläuterte bauliche Aspekte des Projekts Kaisermeile in Wuppertal-Vohwinkel.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Die Besucher/innen der Informationsveranstaltung verfolgten interessiert die PowerPoint-Präsentationen.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Alexander Clees präsentierte die Ideen der Clees-Gruppe zum sogenannten KaiserKarree.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Das KaiserKarree umfasst das alte Gebhard-Areal einschließlich des von der Post genutzten Gebäudes.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Während beim Gebhard-Gebäude im Wesentlichen die Fassade zur Kaiserstraße erhalten bleibt, wird das Areal der Firma Kolk & Co. oHG gänzlich neu gestaltet. Bis auf das alte Verwaltungsgebäude an der Kaiserstraße werden alle anderen Baulichkeiten des Kolk-Komplexes abgerissen einschließlich des zur Zeit denkmalgeschützten Gebäudes Kaiserstraße 31. Die Kaiserstraße Ecke Lienhardstraße und die aus Sicht der Kaiserstraße rechte Seite der Lienhardstraße bis hin zur Bahnstraße erhalten eine moderne und zukunftsweisende Neubebauung. Nach den jetzigen Planzeichnungen wird das Stadtbild in diesem Bereich gänzlich von "historisch-alt" auf "nüchtern-praktisch-modern" umgestaltet.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Investor Clees betonte, dass der Ankermieter "Kaufland" unabdingbar für die Entwicklung und Umsetzung des Projektes Kaisermeile und KaiserKarree sei. Ohne "Kaufland" könne auch das geplante Projekt an der Lienhardstraße und am Lienhardplatz nicht umgesetzt werden.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

 

Stadt & Handel

Ein Vertreter von "Stadt + Handel" stellte die Ergebnisse einer Einzelhandelsstrukturuntersuchung vor. Danach gäbe es am Standort Vohwinkel noch erhebliches Potential an Kaufkraft. Für ein weiteres größeres Geschäft neben Kaufland käme demnach die Sparte Möbel oder Elektronik/Elektrik in Frage.

KAUFLAND

In sachlicher und trotzdem lockerer Art wurde von einem Vertreter der Firma KAUFLAND die Firmenhistorie sowie die Unternehmensphilosophie und die Gliederung des Warensortiments vorgestellt. Im April 2009 hatte KAUFLAND eine Filiale in Remscheid und im Mai 2009 eine Filiale in Solingen-Wald eröffnet.

Verkehrsexperte

Ein Verkehrsexperte schilderte die erwarteten zusätzlichen Kundenströme und das daraus resultierende zusätzliche Verkehrsaufkommen.

Auf dem Dach des Gebhard-Komplexes sollen 500 Parkplätze eingerichtet werden, die fußläufig mit dem PARK & RIDE - Parkplatz der Deutschen Bahn verbunden sein werden.

Gegenüber der Brucher Straße wird es eine Zufahrt zu dem neuen Geschäfts-Komplex geben. Die Anlieferung der Geschäfte soll dann über die Brucher Straße erfolgen. Die bisherige Ampelanlage an der Kaiserstraße auf Höhe der Lienhardstraße wird entfernt. Dafür wird eine neue Ampelanlage den Verkehr auf Höhe der Brucher Straße regeln.

Eine Zu- und Abfahrt über eine Rampe wird es auch im Osten des Gebhardgebäudes geben, wo sich jetzt schon eine Ausfahrt befindet. Auf der Kaiserstraße wird es dort aus Richtung Kaiserplatz Halteraum für zwei Fahrzeuge als Linksabbieger geben. Eine Ampel wird dort nicht installiert. Der Kunden-Verkehr kann dort von und auf die Kaiserstraße in jeder Richtung erfolgen. Der Lieferverkehr kann dort nur Richtung Hammerstein auf die Kaiserstraße fahren.

Das automobile Verkehrsaufkommen in Vohwinkel soll durch das neue Projekt maximal um 10 Prozent steigen. Nach Auffassung des Verkehrsexperten sei die Spitze am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr zu erwarten. Dann könne es auf der Kaiserstraße voll werden. Zu den übrigen Zeiten sei das zusätzliche Verkehrsaufkommen durchaus "verkraftbar".

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Dr. Dr. Claus Schulz, Geschäftsführer der Holzhandelsfirma Kolk & Co. oHG, schilderte sehr emotional seine Gefühle zum Vohwinkeler Wandel in den letzten Jahren und seine frustrierenden Erlebnisse mit der Verwaltung der Stadt Wuppertal. Allerorten sei zu hören, dass Investoren nach Wuppertal gezogen werden sollten, um Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern. Wenn sich jedoch, wie im aktuellen Fall in Wuppertal-Vohwinkel, zwei Investoren bemühten, im Stadtteil Wuppertal-Vohwinkel ein neues und zukunftsweisendes Projekt zu realisieren, fehle die von der Wuppertaler Stadtspitze beschworene schnelle und tatkräftige Unterstützung. Seit fast zwei Jahren lasse die Verwaltung der Stadt Wuppertal die beiden Investoren im Unklaren.

 

Offene Diskussion zum Projekt Kaisermeile und KaiserKarree

Im Anschluss an die Präsentation durften Fragen gestellt werden. Von dieser Möglichkeit wurde unter der Moderation von Dr. Andreas Struve von der Bürgerinitiative WTW - WIR TUN WAS rege Gebrauch gemacht. Der Investor Uwe Clees gab sich sichtlich und redlich Mühe, auf alle Fragen einzugehen und legte Wert darauf, dass keine Fragen "untergingen".

Die Fragen waren meist sachlich, manchmal persönlich von Betroffenen und weitgehend unkritisch in Richtung der Investoren. Zu Beginn und am Ende der Diskussion wurde der Wunsch geäußert, dass das Wissen der Vohwinkeler/innen als Anregungen oder Verbesserungsvorschläge in das Projekt einfließen sollten. Gegebenenfalls wäre es hilfreich, hierzu eine weitere Veranstaltung stattfinden zu lassen.

Der Investor Uwe Clees betonte und bot ausdrücklich an, dass er fast jederzeit persönlich per Telefon erreichbar sei und gern Hinweise aus der Vohwinkeler Bevölkerung für das Projekt aufnehme. Sollte er nicht erreichbar sein, würden Mitarbeiter der Firma Clees gern die Anregungen aufnehmen.

Die Anwesenden waren nicht alle begeistert von den vorgestellten Plänen. Kritisch wurde gefragt, ob durch das neue geplante Vohwinkeler Einkaufszentrum "Kaisermeile" das bisherige Einkaufszentrum rund um den Kaiserplatz beeinträchtigt werde. Klare Antwort von Uwe Clees: In die Zukunft sehen könne er nicht. Vielleicht werde das eine oder andere bisherige Geschäft im Lauf der Zeit aufgeben müssen. Im Ergebnis sei das neue Zentrum jedoch ein Gewinn für den Stadtteil Wuppertal-Vohwinkel.

Einige Besucher fragten nach Angeboten für Kinder und Kultur im neuen Projekt. Uwe Clees meinte, dass eventuell übliche "Spielmöglichkeiten" für Kinder im neuen Projekt geschaffen werden könnten. Zum Thema Kultur wollte er sich nicht öffentlich äussern. Sibyllinisch deutete er jedoch an, dass die Unternehmensgruppe Clees das Gebäude der alten Post am Bahnhofsvorplatz Wuppertal-Vohwinkel gekauft habe. Derzeit gäbe es Überlegungen, dort auch der Kultur einen Raum zu geben. Diese Überlegungen seien jedoch noch sehr vage und nicht für die Öffentlichkeit geeignet, da man noch in der Phase der Ideenfindung und in Gesprächen sei. In den nächsten Monaten käme es vielleicht zu konkreteren Vorstellungen, die dann zu gegebener Zeit auch öffentlich dargestellt werden könnten.

Fragen zum leerstehenden ehemaligen Kaiserlichen Postamt an der Vohwinkeler Straße (rosafarbenes Gebäude neben der Schwebebahn-Haltestelle Vohwinkel) wurden nicht gestellt.

Bedauert wurde aus dem Kreis der Vohwinkeler Bürger/innen, dass das denkmalgeschützte Haus Kaiserstraße Nummer 31 abgerissen werden soll. Hierzu äusserte Dr. Dr. Schulz, dass dieses Haus seiner Meinung nach nicht denkmalwürdig sei und daher nicht auf eine Denkmal-Liste gehöre.

Investor Uwe Clees stellte klar, dass ohne Ankermieter KAUFLAND das Projekt Kaisermeile und KaiserKarree nicht verwirklicht werde. Ohne den Ankermieter KAUFLAND könne auch keine Bebauung des Lienhardplatzes stattfinden. Zwar seien noch nicht alle notwendigen Immobilien für das Projekt gekauft. Die Firma Clees habe jedoch bereits Millionen Euro in Immobilien für das Projekt Kaisermeile und KaiserKarree investiert. Daraus kann man ersehen, dass die Firma Clees ein hohes Interesse an diesem Projekt habe. Zuerst müsse KAUFLAND in Betrieb gehen. Man könne nicht erst die kleinen Geschäfte bauen und später die Großbaustelle KAUFLAND einrichten. Die gesamte Baumaßnahme werde wahrscheinlich mehr als 18 Monate dauern.

Auf völliges Unverständnis der Besucher/innen traf die lange Bearbeitungsdauer des Bauantrages der beiden Investoren durch die Wuppertaler Stadtverwaltung: "Wie kann man sich das konkret vorstellen, dass ein Bauantrag bereits seit über 18 Monaten bearbeitet wird? Was wird da jeden Tag bearbeitet? Wieso dauert die Bearbeitung eines Bauantrages so lange?"

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Investor Uwe Clees beantwortete eloquent und gestenreich die Fragen der Vohwinkeler/innen.

 

Präsentation Projekt Kaisermeile und KaiserKarree in Wuppertal-Vohwinkel am 17. Februar 2010

Uwe Clees bei der Informationsveranstaltung der WTW - Bürgerinitiative WIR TUN WAS am 17.02.2009.

 

Zusätzliche Informationen

Bilder auf www.vohwinkel.net vom 15. März 2008 von
Kolk & Co

Bilder auf www.vohwinkel.net vom 18. April 2007 von der
Sondersitzung der BV Vohwinkel zur Bebauung Lienhardplatz.