Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Das Evangelische Johanniter-Stift Wuppertal an der Lettow-Vorbeck-Straße in Vohwinkel.

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Im Speisesaal des Johanniter-Seniorenzentrums . . .

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
. . . begrüßte der Leiter der Einrichtung, Stefan Diederichs, die Gäste der Vernissage.

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Der Zeichner und Grafiker Artur Grube.

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Stefan Diederichs hielt die Laudatio auf Artur Grube.

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Zur Ausstellungseröffnung wollte auch eine Person kommen, die . . .

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
. . . jedoch gesundheitsbedingt daran gehindert wurde.

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Per "Telefon-Life-Übertragung" konnte die Laudatio auch
außerhalb des Johanniter-Stifts mitverfolgt werden.


A R T U R   G R U B E

Vernissage "Auf den Stationen der Johanniter"
im Johanniter-Stift Wuppertal
Samstag, 5. Mai 2007, 11:00 Uhr

Begrüßung

Meine sehr verehrten Damen und Herren. In der Reihe unserer wechselnden Bilderausstellungen freue ich mich, Sie im Namen des Johanniter-Stiftes Wuppertal zu einer besonderen Vernissage begrüßen zu dürfen, die uns an die Stätten unseres Johanniterordens führt.

Besonders begrüße ich neben zahlreichen Verantwortlichen, Mitgliedern und Freunden der Johanniterfamilie, den Künstler, der heute beginnenden Ausstellung, Herrn Artur Grube, aus Vohwinkel.

Im Folgenden möchte ich Ihnen gerne die spannende und erfolgreiche Vita von Herrn Grube vorstellen, sowie näher auf seine Reise zu den Stationen der Johanniter eingehen.

DIE VITA ARTUR GRUBE

Herr Artur Grube wurde am 26.05.1923 in Elberfeld geboren, wo er auch seine Kindheit und Jugend verbrachte und zur Schule ging.

Seine Familie besaß über 100 Jahre ein große Bandwebstuhlfabrik in Elberfeld. Das Absatzgebiet des Unternehmens dehnte sich weltweit bis hin nach Südamerika aus. Hieraus ergründete sich unter anderem auch Herrn Grubes Leidenschaft für andere Länder, Religionen und Kulturen, auf die im weiteren Teil der Laudatio noch näher eingegangen wird.

Schon im frühsten Kindheitsalter entdeckte Herr Grube seine Liebe zum Zeichnen. Mit 11 Jahren veröffentlichte er im damaligen General-Anzeiger seine erste Zeichnung mit zwei Elefanten. Die Zeichnung wurde vor 2 Jahren erneut durch die Westdeutsche Zeitung veröffentlicht.

Seine Lehre absolvierte er in einem grafischen Großbetrieb in Barmen. Die Schwerpunkte der Ausbildung lagen in den Bereichen Litographie und werkliche Entwürfe.

Im Zuge des 2. Weltkrieges musste Herr Grube seine Lehre für 5 Jahre unterbrechen. Im Krieg war er in Frankreich, Holland und Russland stationiert, wo er im Jahre 1943 schwer verwundet wurde.

Zum Kriegsende 1945 kehrte er nach Wuppertal zurück. In Vohwinkel half Herr Grube tatkräftig am Wiederaufbau der Werkkunstschule Wuppertal mit, wo er anschließend Grafik-Design studierte. Sein Studium als Diplom Grafik-Designer schloss in der Zeit der Währungsreform im Jahre 1948 ab.

Schon während seines Studiums arbeitete Herr Grube für diverse Verlage. Hier stellte er vorwiegend Zeichnungen für Post- und Glückwunschkarten her.

Nach dem Studium begann seine berufliche Erfolgslaufbahn in der Wirtschaft. Durch eine Freundschaft mit einem Münchner Verleger startete Herr Grube zunächst mit Inseratentwürfen für die französische Parfümerieindustrie, welche unter anderem in der noch heute erscheinenden Zeitschrift Madame abgebildet wurden.

Durch eine weitere Verlegerfreundschaft entstand des Weiteren ein Kontakt in die Armaturenindustrie, so dass Herr Grube hier Anzeigen für Fachzeitschriften entwarf.

Anfang der 1960er Jahre begann Herrn Grubes langjähriges Wirken für den Wuppertaler Wicküler-Konzern, für den er 30 Jahre als freier Mitarbeiter tätig war. Für Wicküler entwarf er die gesamte Gastronomiewerbung von Bierdeckeln über Plakate bis hin zu Speisekarten, Gläsern und Krügen. Speziell hierfür gewann er 2 Silbermedaillen des Deutschen-Gastronomie-Akademie. Darüber hinaus entwarf er für den Konzern die Werbung für das erste Nachkriegsluftschiff in Deutschland.

Zwischendurch stieg er in den 70er Jahren auch wieder ins Verlagswesen ein, wo er für den Baedeker-Verlag tätig wurde. Hier galt seine Aufgabe einerseits der Restaurierung alten Kartenmaterials und andererseits der Entwicklung von Kalendern.

Ferner entwarf Herr Grube für die Firmen Delft, Rosenthal und Meaking diverse Porzellan- und Glasdekors.

Seine erste Reise nach Afrika erlebte Herr Grube Ende der 50er Jahre. Es ging nach Tunesien. Hier wurde er vom dortigen Landwirtschaftsministerium beauftragt, die komplette Werbung für die tunesischen Nationalparks zu entwerfen. Er lebte zeitweise in Kathargo und Tunis.

Auch für die Deutschen Zoologischen Gärten wurde Herr Grube in dieser Zeit aktiv. So gestalte er den Auftritt des Wuppertaler Zoos, anlässlich dessen 75 jährigen Bestehen. Eine ähnliche Verantwortung übernahm er auch für die Zoos in Köln und Berlin. Die Wertschätzung seiner Arbeit lässt sich auch in der Unterbringung Herrn Grubes in der Gästeetage der Direktion des Berliner Zoos ableiten. Noch heute ist mit dem damaligen Zoodirektor befreundet.

Zum hundertjährigen Jubiläum des Kölner Doms entwarf Herr Grube eine spezielle Bierdeckelserie, über die Entstehungsgeschichte des Kölner Doms. Für die Köln-Düsseldorfer-Rheinschiffsfahrtgesellschaft entwarf er ebenfalls deren Präsentation zum Hundertjährigen.

Durch Herrn Grubes Freundschaft zu zahlreichen Diplomaten wurden dessen Zeichnungen in der ganzen Welt verbreitet. Ausstellungen fanden unter anderem in Tunis, Kathargo und Ankara statt. Durch seine Verbindung mit dem Attache der Deutschen Botschaft in Ankara, begann Herrn Grubes Interesse für die Türkei, die er nach eigenem Bekunden durch zahlreiche Reisen genauso gut kennt, wie Deutschland.

Die Reisen erfolgen mit dem Flugzeug, dem Zug, dem Schiff und dem PKW durch alle 4 Erdteile. Der einzige Erdteil den er "noch" nicht bereist hat, ist Australien. Ein persönlicher Höhepunkt für ihn selbst waren seine Ägypthenreisen. Besonders beeindrucken ihn hier die Bauten. Darüber bezeichnet sich Herr Grube als Kind der Wüste. Hier faszinierten ihn die Expeditionen durch die Saharawüste. Hier standen die Zootiere direkt vor seiner Linse, wie in Südafrika. Insgesamt bereiste Herr Grube cirka 45 Länder.

HERR GRUBE UND DIE JOHANNITER

Der erste Bezug zu den Johannitern entstand für Herrn Grube durch seine Ehefrau, die seit über 10 Jahren Fördermitglied der Johanniter ist.

Durch die Biblischen Reisen Stuttgart wurde Herr Grube auf ein Angebot aufmerksam, welches eine Reise zu den Stätten der Johanniter war. Im Jahre 2000 begab sich Herr Grube auf deren Spuren, mit einer Gruppe von Menschen des Johanniterordens. Die vierzehntätige Reise führte in zunächst nach Italien, genauer gesagt nach Venedig. Von da aus übersetze er mit dem Schiff nach Bodrum in die Türkei. Hier besuchte er als erste Johanniterstation die Festung Bodrum. Von dort aus ging es weiter zu mehreren Johanniterfestungen nach Syrien.

Bevor es in den Stationen nach Israel weitergehen konnte, musste Herr Grube einige Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. So waren beispielsweise seine zahlreichen Visastempel aus arabischen Ländern ein Hindernis, so dass er hier mit zwei Pässen reisen musste. In Israel wohnte Herr Grube in Jerusalem, wo er die bekannten Heiligtümer besuchte, aber auch durch einen speziellen Reiseführer geheime Ecken kennen lernte. Die Reise wurde unter anderem von einem Korrespondenten der FAZ begleitet.

Die nächste Station führte die Gruppe nach Palästina. Am See Genezareth feierte Herr Grube seinen Geburtstag. Die Johanniterritter erfreuten ihn an dieser heiligen Stelle mit einem Ständchen. Mit dem Pilgerschiff Halleluja ging es über den See. Eine weitere Station in Palästina war Bethlehem.

Per Schiff ging es dann weiter nach Korfu, wo das ehemalige Krankenhaus der Johanniter besucht wurde.

Von Korfu ging es dann weiter nach Malta. In der dortigen evangelisch-schottischen Kirche fand ein Gottesdienst mit einem deutschen und einem schottischen Pfarrer statt.

Detaillierte Informationen und Illustrationen der Reise bilden sich in einem Buch ab, dass der Biblische Verlag über die Reise herausbrachte. Die Zeichnungen im Buch sind selbstredend von Herrn Grube.

Im Anschluss an die Laudatio findet eine Wegbegehung anhand der ausgestellten Bilder von Herrn Grube statt, die Herrn Andreas Berno von der Johanniter-Unfall-Hilfe inhaltlich begleiten wird.

Abrunden möchte ich meine Laudatio auf Herrn Grube mit einem schönen Beispiel seiner Verbundenheit zu einem verdienten Johanniter-Mitglied, der inzwischen verstorbenen Gräfin von Bassewitz. Hier bekam Herr Grube eines Tages einen Brief von deren Tochter, in dem unserem Künstler mitgeteilt wurde, dass sich die Gräfin ein Bild Artur Grubes mit einem Panzernashorn übers Bett gehängt habe, verbunden mit dem Zitat "Ein solch dickes Fell möchte ich auch bekommen".

AUSBLICK

Verehrte Damen und Herren, ich darf Sie nun herzlich auf den Weg zu den Stationen der Johanniterreise mit Herrn Artur Grube und Herrn Andreas Berno einladen.
Herr Berno ist Mitarbeiter unseres Regionalverbandes Bergisch-Land der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und hier zuständig für Marketing und Vertrieb. Herr Berno besitzt ein umfangreiches Fachwissen über die Geschichte des Johanniterordens.

Lassen Sie mich zum Abschluss meiner Ausführungen Herrn Grube danken, für die interessanten, und für mich auch faszinierenden Gespräche, die wir im Vorfeld dieser Ausstellung geführt haben.

Herr Grube, Sie sind ein wandelndes Buch, das bereichert.

Ihnen allen viel Freude, mit den Zeichnungen von Artur Grube.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

:: Laudatio am 5. Mai 2007 von Stefan Diederichs ::
:: Leiter der Einrichtung Johanniter-Stift Wuppertal ::

Artur Grube Ausstellung im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
Andreas Berno . . .

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Artur Grube . . .

Artur Grube im Johanniter-Stift Vohwinkel am 5. Mai 2007
. . . im Johanniter-Stift Wuppertal.

Die Ausstellung "Auf den Stationen der Johanniter"
im Johanniter-Stift Wuppertal an der
Lettow-Vorbeck-Straße 23 konnte bis zum
31. August 2007 täglich besucht werden.