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Kachelwand

Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte am 16. Mai 2006

Am Dienstag, dem 16. Mai 2006, stand die Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel
im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte an der Gräfrather Straße.













Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte am 16. Mai 2006

Auf 520 Kacheln . . .

Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte am 16. Mai 2006

. . . hatten . . .

Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte am 16. Mai 2006

. . . etwa 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene . . .

Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte am 16. Mai 2006

. . . die acht Meter lange Wand als Beitrag zum Jubiläum 650 Jahre Vohwinkel gestaltet.

Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel im Jugendhaus Vohwinkel-Mitte am 16. Mai 2006

Foto-Werbe-Tafel vor dem Jugendhaus Vohwinkel-Mitte für die Kachelwand 650 Jahre Vohwinkel.





650 Jahre Vohwinkel auf 520 Kacheln

In den Monaten März, April und Mai dieses Jahres haben ca. 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene diese acht Meter lange Wand aus 520 Kacheln gestaltet. Sie wurden angeleitet von der Künstlerin und Restauratorin Xana Duarte und zu den geschichtlichen Hintergründen beraten von dem Wuppertaler Historiker Michael Okroy.

Ins Leben gerufen und organisatorisch betreut wurde das Projekt vom pädagogischen Team des Jugendhauses Vohwinkel-Mitte.

Auf einem blau-grünen Hintergrund, der die noch unbebaute Landschaft vor der ersten Besiedlung Vohwinkels symbolisieren soll, präsentiert die Wand insgesamt 21 Motive, die Bezug nehmen auf das aktuelle und historische Zeitgeschehen in Vohwinkel.

Die Motive

Ganz links weist eine Tafel auf die erste, geschichtlich gesicherte Erwähnung Vohwinkels hin, darunter ein Stadtbild aus der Zeit als in Vohwinkel 1841 die Eisenbahnstrecke eröffnet wurde. Es folgen zwei weitere Motivfenster, die einmal eine Aufteilung der Vohwinkeler Stadtteile im Jahr 1888 zeigen, als Vohwinkel eigenständige Landgemeinde wurde und zum anderen die Wappen der "Stadt Vohwinkel" aus dem Jahr 1921 - noch vor der Gründung Wuppertals acht Jahre später, als Vohwinkel seine Selbständigkeit verlor.

Daneben und darunter stehen zwei Ansichten des heutigen Jugendhauses in der Gräfrather Straße 9: 1900 besuchte Kaiser Wilhelm II. das damals als Landratsamt gebaute Gebäude. 1938 bis zum Ende der Nazi-Herrschaft 1945 missbrauchten die Nationalsozialisten es als "Haus der Bewegung".

In der Mitte der Wand sind Portraits abgebildet: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Jugendhauses, Erwachsene, Jugendliche und Kinder, für die die Gräfrather Straße 9 heute ein Ort der Begegnung ist - nicht zufällig finden sich natürlich auch hier einer Teil jener Personen wieder, die an der Kachelwand mitgearbeitet haben.

Rechts neben dem Mittelteil sind acht Motiv-Fenster zu sehen, die Gebäude oder Ereignisse aus der Vohwinkeler Geschichte zeigen - übertragen aus historischen Abbildungen:
- Gut Bolthausen (ältestes Vohwinkeler Gebäude, erbaut ca. 1650)
- Evangelische und katholische Kirche (erbaut 1890 und 1907)
- Rathaus Vohwinkel (erbaut 1899)
- Post und Bahnhof (erbaut 1909 und 1908)
- Freibad Vohwinkel (eröffnet 1906)
- Gesamtschule Vohwinkel (gegründet 1986)
- Vohwinkeler Flohmarkt aus dem Jahr 1971 und der
- Bau des Autobahnkreuzes Sonnborn (1974).

Natürlich darf das Wappentier Vohwinkels, der Fuchs, nicht fehlen - ebenso wie drei Schwebebahnwagen: der historische Kaiserwagen, ein Wagen aus den 50er Jahren und der aktuelle Gelenkzug.

Herstellungsprozess der Kacheln

Das Ausgangsmaterial waren unbearbeitete Rohfliesen, sogenannte "Biskuits", die mit einer aus farbigem Pulver und Wasser angerührten Glasur bemalt und anschließend im Jugendhaus eigenen Brennofen bei 1250 Grad zu Kacheln gebrannt wurden.

Als Vorlagen für die Motiv-Kacheln dienten Fotos, Grafiken, Zeichnungen aus dem Stadtarchiv sowie aus Büchern und Zeitschriften.

Der erste Entwurf für die Kachelwand stammt von Xana Duarte und entwickelte sich im Laufe des Projekts im Dialog mit den teilnehmenden Vohwinkeler Kindern und Erwachsenen zur fertigen Wand.

Die Beteiligten

Insgesamt haben ca. 60 Personen - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - an der Gestaltung der Kachelwand teilgenommen:
- Kinder, die zu den regelmäßigen, täglichen Besuchern des
  Jugendhauses gehören,
- Schülerinnen der Klassen 10 und 11 der Gesamtschule Vohwinkel,
- Jugendliche der KIJU-Jugendwohngruppe Lettow-Vorbeck-Straße,
- Kinder der Ferienbetreuung der Grundschule Yorckstraße,
- Eltern "unserer" Kinder,
- interessierte erwachsene Vohwinkeler Bürgerinnen und Bürger.

Künstlerisch und pädagogisch geleitet wurde das Projekt von der Deutsch-Portugiesin Xana Duarte, die als ausgebildete Restauratorin für arabische Fliesen schon seit längerem Fliesen und anderes Steinzeug künstlerisch verarbeitet.

Der Wuppertaler Historiker Michael Okroy, eigentlich Experte für die Geschichte des Nationalsozialismus im Wuppertaler Raum, recherchierte für das Projekt geschichtliche Hintergründe und stand den Teilnehmern beratend zur Seite.



Der Text wurde freundlicherweise
vom Jugendhaus Vohwinkel-Mitte
zur Verfügung gestellt.



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