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Aktuell November 2004
Malkreis Markuskirche

Mein Malkasten - Gemälde von Karin Klaus bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Mein Malkasten.

Im Gemeindehaus neben der Markuskirche in der Lüntenbeck wurde am Sonntag,
dem 28. November 2004, die Ausstellung des Malkreises der Markuskirche eröffnet.












Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Die Herbstausstellung 2004 des Malkreises stand unter dem Motto "Brauchen - Gebraucht - Verbraucht".

Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Insgesamt wurden Werke von zwölf Maler/innen gezeigt.

Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Eröffnungsrede von Herrn Klaus Fritzsche.



"Brauchen - Gebraucht - Verbraucht"

Die Herbst-Ausstellung des Malkreises



Meine Damen und Herren,

ich begrüße Sie ganz herzlich zur Eröffnung unserer Herbstausstellung, die diesmal fast in den Winter gerutscht ist. Ich werde in der letzten Zeit häufiger danach gefragt, wie lange es diese Ausstellungen schon gibt: Vor sieben Jahren stellte der Malkreis zum ersten Mal im Gemeindehaus aus. Ein paar Male haben wir uns auch schon auf ein spezielles Thema eingelassen, ich erinnere mich an die Bücher, an die Bilder zum Lüntenbecker Waldvergnügen oder die Ausstellung "Rund um die Markuskirche". Diesmal wollten wir wieder etwas anderes bieten als Urlaubs- und Blumenbilder, etwas Abstrakteres oder Vielschichtigeres.

Nach längerer Diskussion im Kreis habe ich mich ganz demokratisch für das Thema
"Brauchen - Gebraucht - Verbraucht"
entschieden. Was würde Ihnen denn dazu einfallen?

Wahrscheinlich kämen auch Sie - wie viele von uns - zunächst auf die Assoziation "Gebraucht = Alt ?"

Das Resultat ist deutlich sichtbar: Autowracks, alte Mühlen, Scheunen und Bauernhäuser, historische Bauwerke, traditionelles Geschirr und traditionelle Techniken. Manche von denen, die immer davon geschwärmt hatten, mal etwas abstrakter zu arbeiten, und die das in der Vergangenheit auch versucht haben, lieferten diesmal eher konkrete Darstellungen von alten und gebrauchten Dingen.

Es ist auch ein wirklich verzwicktes Thema. Das Wort "verbraucht" lieferte erste Hinweise auf andere Bedeutungen. Da geht es nicht einfach nur um alte Sachen, sondern um Dinge, die wirklich gebraucht wurden, die Gebrauchsspuren aufweisen oder gar unbrauchbar geworden sind. Schrott, Müll, Ruinen, Reste. Auch Menschen können verbraucht sein oder zumindest so wirken.

Aber ein weiterer Gedanke drängt sich auf: Nicht nur der gebrauchte oder verbrauchte Gegenstand sollte uns interessieren, sondern auch der Vorgang des "Gebrauchens". Das Spitzen des Bleistiftes, das Verbrennen des Streichholzes, das Backen und Kochen. Auch Essen und Trinken wäre eine gute Interpretation gewesen, da haben sich wohl nur viele von der Problematik des figürlichen Zeichnens abschrecken lassen.

Immerhin haben wir uns jetzt von dem ersten negativen Eindruck befreit, dass Brauchen nur etwas mit Altern und Wegwerfen zu tun hat. Eine fröhliche Runde an einer wohl gedeckten Tafel findet dort vielleicht mehr an Speisen vor, als sie braucht, aber Geschirr und Besteck werden gebraucht und die Köstlichkeiten auf dem Tisch sind am Schluss verbraucht.

Wenn wir diese Spuren weiter verfolgen, dann kommen wir zu der Frage: Was braucht der Mensch? Nahrung, Kleidung, eine Unterkunft, Wasser, Licht und Wärme. Vielleicht hätten wir Feuer und Wasser stärker in den Mittelpunkt stellen sollen.

Das Wort "Brauchen" zieht sich tatsächlich durch unser ganzes Leben. Ein Kleinkind weiß genau, was es braucht, und weiß das auch zu artikulieren. Später in der Jugendzeit vermehren sich die Wünsche, vor allem nach Dingen, die man gerade nicht braucht, die nicht Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind. Der Einstieg ins Berufsleben kann sehr entbehrungsreich sein. Hat man es aber irgendwann geschafft, so glaubt man auch, einen gewissen Luxus zu brauchen, und erst im höheren Alter reduziert sich wieder alles auf die wenigen DInge, die der Mensch tatsächlich braucht. Für viele Menschen in der dritten Welt reduziert sich dagegen das ganze Leben auf Anfang und Ende und etwas Suche nach dem Nötigsten. Diese Menschen haben nicht alles, was sie brauchen, aber sie brauchen alles, was sie haben.

Neben den rein materiellen Bedürfnissen brauchen wir auch unsere Mitmenschen, ein tröstendes Wort, eine helfende Hand, ein gutes Buch. Ja, viele von uns brauchen vor allem Zeit, wir gebrauchen sie für nützliche und unnütze Tätigkeiten und schließlich ist sie verbraucht und wir fragen uns, wo sie geblieben ist. Doch wie malt man Zeit? Am ehesten lässt einen das Bild mit dem Titel "Beim Studium" an die verstrichene Zeit denken.

Die Bilder der Ausstellung decken nur einen kleinen Teil der Thematik ab. Neben den bereits angesprochenen Darstellungen alter und gebrauchter Gegenstände fällt eine Gedankenkette auf, die von den Getreideähren auf dem Felde über die Mühle und ihr Mahlwerk bis hin zum Brot- oder Plätzchenbacken führt. Eintopf-Ideen kommen dazu, aber auch andere gebrauchte Gegenstände, die Gummistiefel für den Garten, der gebrauchte Malkasten, der gebrauchte und eigentlich unbrauchbar gewordene Gartenstuhl, der dennoch eine Verwendung gefunden hat, das alte Haus am Ende des Dorfes, noch bewohnt oder vielleicht auch schon zu baufällig und damit unbrauchbar. Die Idee vom alles verbrauchenden Feuer, das dennoch gebraucht wird, versteckt sich hinter den Streichhölzern. Noch subtiler ist das Bild von dem leeren Brunnen im Herbst: Das Wasser ist verbraucht und darum nicht mehr zu sehen.

Manchmal mischen sich Brauchen, Gebrauchen und Verbrauchen auf etwas makabre Weise, wie etwa bei den Martinsgänsen, zu denen sich jeder seine eigenen Gedanken machen möge.

Ich möchte Sie noch auf eine Besonderheit dieser Ausstellung aufmerksam machen: Die Mitglieder des Malkreises haben sich lange mit der Thematik auseinandergesetzt, und das, was dann auf dem Papier entstanden ist, öffnet in vielen Fällen ein winziges Fenster zur Seelen- und Gedankenwelt des Künstlers, mehr als sonst bei Blumen, Landschaften und Stilleben. Vertiefen Sie sich bitte in die Bilder, suchen Sie nach dem Fenster, spüren Sie den Gedankengängen des Künstlers nach und lassen Sie das auf den ersten Blick etwas spröde wirkende Thema auf sich wirken!

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!




Rede von Herrn Klaus Fritzsche zur Eröffnung am 28. November 2004.


Bleistiftspitzer - Gemälde von Christel Löbbecke bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Bleistiftspitzer.

Gänse - Gemälde von Christel Löbbecke bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Gänse.

Gänse - Gemälde von Doris Garschagen bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Gänse.

Bergische Kaffeetafel - Gemälde von Brunhilde Scher bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Bergische Kaffeetafel.

Kartoffeln-Reibekuchen - Gemälde von Brunhilde Scher bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Kartoffeln - Reibekuchen.

Wirsing-gekauft-verbraucht - Gemälde von Brundhilde Scher bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Wirsing - gekauft - verbraucht.

Ruheplatz - Gemälde von Claudia Engelmann bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Ruheplatz.

Auenlandschaft - Gemälde von Claudia Engelmann bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Auenlandschaft.

Brenscheider Mühle - Gemälde von Erich Rauenbusch bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Brenscheider Mühle.

Mahlwerk - Gemälde von Erich Rauenbusch bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Mahlwerk.

Im Frost - Gemälde von Klaus Fritzsche bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Im Frost.

Autofriedhof - Gemälde von Rolf Stratmann bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Autofriedhof.

Abgefahren - Gemälde von Klaus Fritzsche bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Abgefahren.

Dorfende - Gemälde von Rolf Stratmann bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Dorfende.

Maisfeld - Gemälde von Rolf Stratmann bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Maisfeld.

Was braucht der Mensch ? - Gemälde von Klaus Fritzsche bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Was braucht der Mensch ?

Verfallene Brücken im Moor - Gemälde von Erich Rauenbusch bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Verfallene Brücken im Moor.

Ausgediente Karrenräder 1 - Gemälde von Wolfgang Riedel bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Ausgediente Karrenräder 1.

Zierkürbisse - Gemälde von Wolfgang Riedel bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Zierkürbisse.

Beim Studium - Gemälde von Renate Meyer bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Beim Studium.

Der alte Fischer - Gemälde von Renate Meyer bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Der alte Fischer.

Leybucht-Schleuse - Gemälde von Doris Garschagen bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Leybucht-Schleuse.

Die alte Scheune - Gemälde von Gertraud Loffing bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Die alte Scheune.

Möhreneintopf - Gemälde von Karin Klaus bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Möhreneintopf.

Herbstidylle - Gemälde von Renate Meyer bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Herbstidylle.

Der leere Brunnen - Gemälde von Erich Rauenbusch bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Der leere Brunnen.

Draußen - Gemälde von Werner Palm bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Draußen.

Drinnen - Gemälde von Werner Palm bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Drinnen.

Zündhölzer - Gemälde von Christel Löbbecke bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Zündhölzer.

Gebraucht-Verbraucht - Gemälde von Klaus Fritzsche bei der Eröffnung der Ausstellung des Malkreises der Markuskirche am 28. November 2004

Gebraucht - Verbraucht.



Die Bilder oben zeigen eine zufällige Auswahl der Exponate.


Taufe in der Markuskirche

Die Markuskirche in der Lüntenbeck am 28. November 2004

Die Markuskirche im Herbst.

Taufe in der Markuskirche am 28. November 2004

Doppel-Taufe in der Markuskirche.

Markuskirche am 28. November 2004

Die Markuskirche am Lüntenbecker Weg in Wuppertal-Vohwinkel.

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